Analabszess

Wie wird ein Analabszess (periproktitischer Abszess) behandelt?
Der Abszess entsteht kurzfristig und äußert sich durch eine zunehmend schmerzhafte Schwellung in der Afterregion, Abgeschlagenheit und erhöhte Körpertemperatur. Die Therapie besteht in der Eröffnung der Eiterhöhle und Schaffung eines großzügigen Abflusses. Damit wird ein rasches Abklingen der Beschwerden erreicht. Der Analabszess bedarf immer einer operativen Behandlung. Abschwellende Maßnahmen allein bzw. die Gabe von Antibiotika verschleppen den Heilverlauf und können zu ernsthaften Komplikationen führen. Der Operateur sucht während des kurzdauernden Eingriffs (in der Regel in Vollnarkose bzw. rückenmarksnaher Betäubung) nach einer möglichen Verbindung der Eiterhöhle zum After. Lässt sich diese nachweisen, wird ein Faden durch den Kanal gezogen und die diesem Abszess zugrundeliegende Analfistel markiert und drainiert (Fadendrainage). Dieser Faden, der den Patienten in der Regel nicht stört, verhindert eine erneute Abszessbildung. Nach Abklingen der Entzündungserscheinungen wird die zugrundeliegende Fistel einer operativen Therapie zugeführt, gewöhnlich nach zirka acht Wochen.