ANALRISS

Der Analriss ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Er kann oberflächlich und klein, aber auch tief und lang sein. Die Heilung ist abhängig von der Ausprägung, manchmal heilt er nicht von alleine (Selbstheilungsprozess).

Wenn ein Riss im Enddarm spontan oder nach Salbenbehandlung nicht heilt, dann kommen weitere Maßnahmen unter Narkose zum Einsatz, wie folgt:
– Analdehnung
– Botox-Behandlung
– Rissentfernung

Die drei Methoden lassen sich im Rahmen eines Eingriffs auch kombinieren, damit eine maximale Lockerung der Enddarmmuskulatur erreicht wird, so dass der Riss dank der kräftigen Muskulatur nicht weiter aufgerissen wird und heilen kann. Im anglo-ameriaknischem Sprachraum wird die operative Schwächung der Schließmuskulatur zum Erreichen einer dauerhafte Lockerung der Muskulatur angewendet.
In unserer langjährig etablierten Spezialpraxis bräuchten wir jedoch noch nie schließmuskelschwächende Verfahren zur Heilung eines Analrisses einzusetzen, daher lehnen wir solche Mehoden ab.

Wir führen entweder die konservative Therapie mit Botolinumtoxin oder mit Nitratpreparate/ Diltiazem durch, welche schon bis zu 70 % zur Heilung führen. Sollten diese Maßnahmen jedoch nicht genügen, dann wird eine schonende Analdehnung im Dämmerschlaf ggf. mit Rissentfernung durchgeführt. Die Heilungsrate liegt bei dieser Methode bei bis zu 90- 95 %.
Wiederholungen sind manchmal jedoch notwendig.
Es wird vermerkt, dass ein Hämorrhoidenleiden mit Analvorfall so gut wie immer ursächlich einen Rückfall bilden kann und sich erneut Risse bilden können. Daraus folgt, dass die Hämorrhoiden auch mitversorgt werden müssen.