Beinvenenthrombose

Eine Thrombose entsteht, wenn das Blut im Gefäß gerinnt und dadurch Gefäßverschluß verursacht. Am häufigsten kommt eine Thrombose der tiefen Venen (Phlebothrombose) vor, welche von den oberflächlichen „kleinen“ entzündlichen Thrombosen zu unterscheiden (Thrombophlebitis).In den größeren Schlagadern sind die seltener, aber in den Herz- oder Hirnarterien kommen die öfter vor.Die Bein und Beckenvenenthrombosen können lebensgefährliche Lungenembolien verursachen.
Die Aufgabe des Phlebologen und Gefäßchirurgen it, die Entwicklung einer Thrombose möglichst frühzeitig zu unterbinden und die Thrombose rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Der Facharzt wird Ihnen Ihre vorhandene Risikofaktoren ermitteln und die richtige Diagnose stellen. Venenschäden, Krampfadern mit Strömungsverlangsamung, Blutgerinnungsstörung, Schwangerschaft, Reisen, zu „dickes“ visköses Blut, Zustand nach Operationen, Gipsbehandlung, Unfälle, beruflich sitzende Tätigkeit, sowie weitere spezifische Ursachen der Thrombosen werden abegklärt.
Wichtig ist zu wissen, dass die Symptome je nach Ort und Ausdehnung der Thrombose sehr unterschiedlich und verborgen werden können. Hinter den Symptomen der Beinschmerzen verbergen sich oft frische oder gar ältere Thrombosen, obwohl daran keiner denkt, typisch läuft eine orthopädische oder unfalchirurgische Therapie. Konzentrationsschwäche, Schlafstörung Kopfschmerzen können wiederum auf die Betroffenheit der Hirnarterien hinweisen und Warnsymptomen sein.
Auf Beinvenenthrombose zu denken: Schwellung mit Schmerz, Wärmegefühl mit Spannungsgefühl in der Wade, Fuß sind typische Zeichen einer Beinvenenthrombose. Ist das ganze Bein schon angeschwollen, dann handelt es sich um meistens eine Mehr-Etagen-Thrombose, wodurch das ganze Bein betroffen. Schwangere sollten nach Entbindung mit den kleinsten Schmerzen im Bauch zum Gefäßarzt, weil die Beckenvenenthrombosen sehr schwer zu ermitteln, die haben aber erhöhte Risiken für eine Lungenembolie und sind daher gefährlicher. Thrombosen können aber auch an den Armen und im Schulterbereich entstehen, die von orthopädischen Schmerzen zu unterscheiden.
Folgen von Beinvenenthrombosen: Lungenembolie, Poszthrombotisches Syndrom mit Dauerschwellung, „Elephanten“ Fuß, offene Geschwüre und Krampfadern.
Diagnose von Thrombosen: Eine große Thrombose ist in der Regel nicht schwer zu diagnostizieren, aber auch hierzu braucht man schon die moderste Ultrschall Farbduplexgeräte und jahrelange gefäßmedizinische Erfahrung für die Beurteilung. Bei feineren, kleineren und Frühthrombosen braucht man spezielle “ Gefäß Farbdoppler“ womit man die Beinvenen zu zu sehen sind, als die mit Kontrastmitteln angefärbt wären. Solche Geräte sind – wegen der hohen Preis – nur in den speziellen Gefäßpraxen zu erhalten, die Praxiscarré Dr.Haffner besitzt die neueste Generation von Toshiba Gefäßultraschall, womit man Bilder erhält, die so klar sind, als die nach Röntgen – Kontrastmitteluntersuchung. Die Röntgen und das Kontrastmittel sind aber vermeidbar. Unser Speziallabor liefert binnen 3-4 Stunden thrombosespezifische Laborwerte – z.B. D-Dimer Untersuchung, welche die Ultraschallbefunde bestätigen kann. Andere gerinnungs- und Risikofaktoren erhöhen die Diagnosesicherheit auf ca. 95 % in erfahrenen Händen.
Therapie: In bewiesenen Thrombosefälle leiten wir sofort die Heparinbehandlung um die Faktor Xa effektiv zu hemmen und die Ausdehnung der Thrombose zu vermeiden. Später wird die balance zwischen inneren Gerinselbildung und Gerinnselauflösung in die Richtung “ Lyse“ – Gerinnsellösung verschoben, hierzu wird die Marcumartherapie oder neuderdings die Xarelto Behandlung forfgeführt. In seltenen Fällen, wo ein flottierende Thrombus mit Lungenembolie drohen würde muss man auch auf die Venenöffnung und Entfernung des Gerinnsels in Erwägung ziehen, welche Op natürlich mit erheblichen Risiken verbunden ist und unter Umständen den Einsatz von einem vena cava Schirm verlangen kann, womit man die Streuthromben auffangen kann.
Der berufserfahrene Gefäßchirurg wird Ihnen in den seltenen Fällen die Indikation und Risiken für die Thromboseentfernung oder Auflösung erörtern.