FEIGWARZEN, KONDYLOME

FEIGWARZEN ODER KONDYLOME

die Feigwarzen sind kleine Tumoren – Warzen- , die im Anus, in der Scheide oder Vulva entstehen. Feigwarzen werden von Viren verursacht. Die kleinen sich hart anfühlenden hellbraun – weiß farbigen Wucherungen können wachsen, sich verbreiten und schließlich den gesamten Intimbereich überlagernd besiedeln. Größere anogenitale Warzen nennt man Buschke – LöwPTOMEnstein Tumor. Einfach ausgedrückt wird aber über Analkondylome (lat. Condyloma acuminata) gesprochen.

URSACHEN

Feigwarzen sind auf eine Infektion mit HPV zurückzuführen, die meistens sexuall aber auch durch normalen Kontakt – Handschütteln – übertragen werden können. Die HPV Viren haben etwa 100 verschiedene Varianten, meistens sind die HPV 6 und 11 für das Kondylom verantwortlich. Diese Varianten sind nicht Krebs erregend, das Risiko von Entartung ist gering. Allerdings können andere gefährlichere Viren getragen weden, die Peniskrebs oder Krebs in den weiblichen Genitalien verursachen können.

FEIGWARZEN – SYMPTOME

Eine HPV Infektion kann ohne Symptome verlaufen. Nur bei bestimmter Schwäche des Immunsystems kommt es zur Bildung von Feigwarzen (Kondylomen). Die häufigste Arten von HPV Typ 6 und 11 bedeuten geringfügiges Krebsrisiko, andere z.B. 16 und 18 sind viel krebserregender, daher ist hier eine dringende Therapie erforderlich.
Diagnose: Feigwarzen werden oft schon von den Betroffenen als solches erkannt, der erfahrene Proktologe stellt die Diagnose anhand bloßer Betrachtung auf. Außerdem sollte ein HPV Test durchgeführt werden, der aber nur die Virusvermehrung erkennt. Nicht vermehrte „eingekapselte“ Viren sind durch den Test leider nicht erkennbar.

FEIGWAZEN – BEHANDLUNG

Die Behandlung von Feigwarzen ist grundsätzliche deren Entfernung, insbesondere dann, wenn es sich um größere, Kohlrabi ähnliche Wucherungen handelt. Die Entfernung erfolgt mit einem speziellem Radiowellen Skalpell welches schonend arbeitet. Danach heilen die manchmal großflächigen Wunden gut ab. Kleine Reste sollten wiederholt radikal entfernt werden. Viele Patienten behandeln sich selber mit Salben gegen Feigwarzen. Diese verursachen oft starke Hautrötungen, Entzündungen und die Feigwarzen gehen trotzdem nicht vollständig weg und wachsen schnell wieder nach. Die ätzenden Salben kann man ja auch nicht ewig anwenden. Patienten sind besser beraten die Feigwarzen selektiv mit Condylox Lösung zu ätzen, damit entsteht die Irritation nur im Bereich der Warze. Diese Ätzung wenden wir jedoch nur als ergänzende Behandlung nach einer operativen Warzenentfernung gegen auswachsende oder restliche kleinere Feigwarzen an.

FEIGWAZEN – VORBEUGUNG

Gegen Rückfälle ist sicherlich eine Immuntherapie durch Impfungen nicht verkehrt. Zwar kann man nicht gegen alle in Frage kommenden HPV Viren impfen. Es gibt aber einen Impstoff, der aus einer Mischung von mehreren inaktiven Virenpartikel besteht und gegen die häufigsten HPV 6 und 11 sowie vor den gefährlichen 16 und 18 schützt.

FEIGWARZEN – PROGNOSE

Patienten sollten Geduld mitbringen, weil die Feigwarzenbehandlung manchmal Monate, sogar Jahre andauern kann. Am schnellsten kommt man – unserer Erfahrung nach – durch die radikale Entfernung zum Ziel, da braucht man nur noch  eventuell auswachsende kleine Reste nachbehandeln, was Erfolg versprechend ist.
Unerfahrene übersehen oft die Kondylome im Enddarm, die manchmal viel mehr ausgebreitet sind als die vor dem Enddarm. In diesen Fällen sitzen die Kondylome oft auf der Kuppe von Hämorrhoiden, bei der Entfernung müssen die mit entfernt werden, ansonstenkönnen Blutungen entstehen.
Dadurch wird ersichtlich, dass die, von außen sichtbaren Analkondylome – auch die kleinsten – in die Hand des erfahrenen Proktologen gehören, der in der Lage ist alle Kondylomen endo- und perianal restlos und ohne Blutung, ohne Veropferung der empfindlichen Analhaut zu entfernen, ohne dass hier Sensibilitätstörungen entstehen, die wiederum zur sensorischen Analinkontinenz führen können.